Großgemeinde Obrigheim/Pfalz

 

Einmalig in der Verbandsgemeinde Grünstadt – Land ist die Struktur der Gemeinde Obrigheim.

Im Jahr 1969 wurde sozusagen als „Mini-Vorläufer" der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land die Großgemeinde geschaffen.

 

Sie besteht aus den vier Gemeinden

Albsheim, Colgenstein-Heidesheim, Mühlheim und Obrigheim.

Die Gemeinde liegt im hügeligen Vorland, nordöstlich der pfälzischen Haardtberge.

 

Zur geschichtlichen Entwicklung ist zu sagen, dass nach den Bodenfunden alle

Ortsteile wohl schon seit der Steinzeit besiedelt sind.

Spuren im Boden hat vor allem die Römerzeit hinterlassen, wie ein beim Umbau des Bürgerhauses im

Ortsteil im Jahr 1997 gefundener römischer Sarkophag beweist.

 

   

 

Erstmals urkundlich werden die Ortsteile wie folgt erwähnt:

Albsheim: im Jahre 788          Colgenstein: im Jahre 991          Heidesheim: im Jahre 1277       

Mühlheim: im Jahre 767          Obrigheim: im Jahre 1287

 

Schon früh gehörten die Ortsteile zu den einzelnen Linien der Grafen zu Leiningen.

Albsheim und Obrigheim zur Grafschaft Leiningen – Westerburg,

während Colgenstein – Heidesheim und Mühlheim Bestandteile der Grafschaft Leiningen –

Dagsburg – Falkenburg, Speziallinie Heidesheim waren.

Von 1792 bis 1815 gehörten die Dörfer alle zur Republik bzw. dem Kaiserreich Frankreich.

Ab 1. Mai 1816 kamen sie zu dem neugeschaffenen bayerischen „Rheinkreis".

Seit 1946 ist die Großgemeinde Bestandteil des Regierungsbezirks Rheinhessen – Pfalz,

im Bundesland Rheinland – Pfalz.

In der Gemeinde befinden sich insgesamt 5 Kirchen (4 evangelische und 1 katholische):

 

 

 

albsheimAlbsheim:

Hier befindet sich eine der ältesten original datierten Orgeln der Pfalz von 1730.

 

 

 

 

 

 

colgenstein_heidesheim

 

Colgenstein:

Romanischer Turm (erbaut ca. 1150) mit zahlreich gekuppelten Rundbogenöffnungen.In der Kirche befindet sich ein Taufstein von 1509 (Wormser Schule) und ein romanisches Sandsteinrelief, das die Opferung Isaaks durch Abraham zeigt. Ferner besitzt die Kirche die älteste Glocke der Pfalz von ca. 1320 und eine weitere von ca. 1340.

 

 

 

 

mhlheim

 

Mühlheim:

Gebaut zwischen 1318 und 1343. Sie enthält im Chor Wandmalereien aus der Zeit um 1350.
Als „Schlosskirche" der Grafen zu Leiningen – Heidesheim erlangte sie regionale Bedeutung. Von künstlerischer Bedeutung ist die von Michael Stumm erbaute prächtige Orgel, die von allen Stumm – Orgeln der Pfalz wohl am besten erhalten ist.

 

 

 

 

obrigheim

 

Obrigheim:

Hier stand ursprünglich lediglich eine Kapelle, die eine „Filiale" von Colgenstein darstellte. Im Jahr 1865 wurde die Kirche neu gebaut, von dem früheren Gotteshaus sind noch die beiden ersten Geschosse des Turms und der alte Chor vorhanden. Im Jahr 1910 erfolgte die Erhöhung des Turms um ein Geschoß. Im Jahr 1962 wurde der Grundstein für die katholische Kirche im Dorf gelegt, die 1964 feierlich eingeweiht wurde.

 

 

 

 

heiliger gidius erstes wappen v. obrigheim

 

 

Erstes Wappen von Obrigheim, zeigt den Heiligen Ägidius mit Hirschkuh

 

 

 

 

 

gemeinde obrigheim

 

 

Großgemeinde Obrigheim/Pfalz
                      


          

    

 

 

Wer sich für die Geschichte der vier Dörfer interessiert,

kann bei der Gemeindeverwaltung die 1991 erschienene Ortschronik

zum Preis von 15,00 € erwerben.