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Colgenstein 20.05.2016

67. Weingräfin des Leiningerlandes, Anna-Lena Müsel, wurde offiziell ernannt

Angenehme Temperaturen, trockenes Wetter, ein schönes Ambiente mit passender Musik des Duos „Flute, Strinxs & Voice“ und eine gut aufgelegte Gästeschar waren am Freitag 20.05.16 Garanten für einen gelungenen Empfang im Weingut von Martina und Stefan Müsel im Obrigheimer Ortsteil Colgenstein: Die Ernennung der 67. Weingräfin des Leiningerlandes Anna-Lena I., nach Ellen I. bereits die zweite Weingräfin aus dem Hause Müsel, stand bevor.

Grünstadts Bürgermeister Klaus Wagner betonte, dass es seit 1931 eine Weinkönigin der Pfalz gebe und deshalb bislang 77 pfälzische Weinmajestäten hohe Anerkennung verdienten. Aber ebenso bemerkenswert sei die Tatsache, dass auch das Leiningerland seit 1950 ununterbrochen alljährlich eine Weingräfin ernenne und kröne. Vorbild sei die legendäre Gräfin Eva von Neuleiningen, die im 16. Jahrhundert ihre Burg mit List und Tücke vor der Zerstörung durch die heranstürmenden wilden Bauernhorden bewahrte.

Seinem Beigeordneten Hans Tisch sei es wieder einmal gelungen, mit Anna-Lena eine charmante, junge, hübsche und vor allen Dingen kommunikationsfreudige Dame für dieses Ehrenamt zu gewinnen. Wagner: „Ich finde auch deren frühe Botschaft sehr mutig, sich um die pfälzische Weinkrone bewerben zu wollen. Das zeugt von viel Selbstbewusstsein.“Bevor Wagner in kurzen Ausführungen die Vita der designierten Weinhoheit, deren Krönung zum Weinfestauftakt am 22. Juli im Weindorf auf dem Luitpoldplatz erfolgt, bekanntgab und der künftigen Weinhoheit die Ernennungsurkunde aushändigte, dankte das Stadtoberhaupt der noch amtierenden Franca Lichti aus Laumersheim. Die hatte ihrer Nachfolgerin eine passende Tasche mit Inhalt mitgebracht. Lichti: „Da passt gut die Krone hinein, zumal es für diese kein eigenes Köfferchen gibt. Zudem bietet die Tasche noch Platz für einen Weingräfinnen-Leitfaden, ein Nachschlagewerk ausschließlich für die Weingräfin.“

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Grußworte des Vereins „Leiningerland. Das Tor zur Pfalz“, der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim, des Landkreises Bad Dürkheim und der Ortsgemeinde, der Pfälzischen Weinprinzessin Tanja Huber aus Herxheim, der ehemaligen Obrigheimer Weingräfin Birgit Mäurer, geborene Dejung (sie regierte als 40. Weingräfin 1989/90), von Bankinstituten, Firmen und Obrigheimer Vereinen folgten.

In ihrem Schlusswort meinte Anna-Lena Müsel, sie sei überwältigt gewesen von der Sympathiewelle, die sie nach Bekanntwerden ihrer Repräsentation als 67. Weingräfin deutlich spürte. Auch freue sie sich, „dass so viele Menschen heute zu meiner Ernennung erschienen sind“. Sie wolle alles dafür geben, um eine würdige Nachfolgerin von Franca Lichti aus Laumersheim zu sein und das Leiningerland sehr gut im In- und Ausland zu vertreten.

Quelle: Rheinpfalz  (lau)